Kakteen

Der Kaktus ist eine wundervolle Zimmerpflanze und trägt zu unrecht den gemeinen Beinamen Schwiegermutterstuhl. Dabei spielt die richtige Pflanzenpflege dieser vielfältigen Stachelträger eine wichtige Rolle. Kakteen wollen zwar regelmäßig gegossen und gedüngt werden, rächen sich aber bei Übertreibung mit Fäulnis oder Krankheiten. Die goldene Faustregel “Weniger ist mehr” trifft deshalb genau den Kern der Pflanzenpflege.

Während der Herbst- und Wintermonate ist das Gießen einmal im Monat vollkommen ausreichend. An besonders warmen Standorten und im Sommer darf die Erde leicht feucht, aber nicht durchnässt sein.
Da Kakteen sehr starke Sonneneinstrahlungen ablehnen, sollte man sie mit Bambus oder Gräsern kombinieren. Beim Bambus ist allerdings darauf zu achten, dass er weitaus mehr Wasser benötigt. Er darf zwar direkt neben der stachligen Schönheit stehen, aber grundsätzlich nur in einem separaten Pflanzgefäß.
Natürlich muss man Kakteen auch düngen, aber einen speziellen Kakteendünger benötigen sie nur, wenn sie als reine Zimmerpflanzen gehalten werden oder im Wachstum sind. Der Stickstoffgehalt sollte vergleichsweise geringer sein, als die Anteile von Phosphor und Kalium. Es eignet sich also ein normaler Dünger für Blühpflanzen.
Leider gibt es auch Schädlinge, die einen Kaktus komplett zerstören, oder ihn zumindest bei der Entwicklung behindern. Spinnmilben und Schildläuse sind dabei die größten Feinde der Kakteen. Der Verdacht auf Spinnmilben bestätigt sich, wenn sich die Triebspitzen braun färben und sich schorfig anfühlen. Dagegen hilft leider nur der Einsatz von chemischen Mitteln. Schildläuse verursachen kleine, bräunliche Beulen und können durch Abkratzen entfernt werden. Ist der Befall sehr stark, hilft nur ein chemisches Bekämpfungsmittel.

Sorgsam gepflegte Kakteen bilden einen zauberhaften Blickfang auf jeder Blumenbank, am Fenster oder im Wintergarten.

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