Begonien pflegen, aber wie?

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Posted by Petra | Posted in Pflanzenpflege, Zimmerpflanzen | Posted on 23-09-2010

Meine Mutter tut es immer wieder. Sie kauft sich eine Begonie. Gut, das kann ich ja verstehen, Begonien sind ja auch wunderschön wenn man sie beim Gärtner kauft. Gelbe, rote, orangene. Die leuchten wie verrückt. Aber – nach kurzer Zeit wirft die Begonie meiner Mutter dann ihre Blüten ab und entweder sie verfault vor lauter Wasser oder sie stürzt sich wegen Trockenheit fast aus dem Topf. Meine Mutter tötet Begonien mit schönster Regelmäßigkeit. Und dann kauft sie sich wieder eine neue, die das gleiche Schicksal erleiden wird. Dabei ist es gar nicht so schwer, Begonien richtig zu pflegen.

Zunächst zum Standort: Begonien mögen keine pralle Mittagssonne. Die Strahlen würden ihre Blätter und Blüten verbrennen. Der ideale Standort für eine Begonie ist hell aber ohne direkte Sonne. Im Halbschatten fühlen sie sich am wohlsten. Wer seiner Begonie ganz besonders gut gesonnen ist, kann sie auch im halbjährlichen Wechsel von Fenster zu Fenster tragen, will sagen: Von April bis September halbschattig, von Oktober bis März einfach so hell wie möglich.

Jetzt das Problem mit dem Gießen. Damit die Begonie weder verfault noch vertrocknet braucht sie regelmäßig ein wenig Wasser und unbedingt eine Drainage unten im Topf. Ein bisschen Blähton in den Topf bevor man die Erde einfüllt, das reicht schon.
2 bis 3 Mal pro Woche möchte die Begonie gegossen werden aber nasse Füße, also Staunässe, verträgt sie eben überhaupt nicht. Sie mag es auch nicht, wenn man ihre Blätter mit gießt.
Der richtige Zeitpunkt fürs Gießen ist dann gekommen, wenn die oberste Erdschicht trocken ist. Man sollte die Begonie niemals ganz austrocknen lassen. Da das sehr schnell gehen kann, sollte man den Boden im Topf täglich kontrollieren. Das ist kein großer Aufwand. Einfach mal kurz im Vorbeigehen mit dem Daumen in den Boden drücken. Ist er trocken, schnell die Gießkanne holen. Ist er noch feucht, ist alles gut.

Um immer wieder so prächtige Blüten hervorbringen zu können braucht die Begonie Kraft. Und die bezieht sie aus dem Dünger. Im Sommer sollte man die Begonie einmal pro Woche düngen, im Winter alle zwei Wochen. Am besten eignet sich Flüssigdünger für Blühpflanzen, da bekommt sie alles was sie braucht.

Wenn die Blüten der Begonie verblüht sind, sollte man sie von diesen Altlasten befreien. Zupfen Sie Verblühtes regelmäßig ab, damit die Begonie die Chance hat, neue Blüten zu entwickeln. Das gilt auch für die Blütenstängel. Die ruhig mit weg nehmen.
Übrigens: Sollte die Begonie bereits ihre ungeöffneten Knospen abwerfen, könnte das daran liegen, dass sie zu dunkel steht. Entfernen Sie die „leeren“ Blütenstängel, stellen Sie die Begonie an einen helleren Platz und hoffen Sie, dass Sie Ihnen den Fauxpas verzeiht. Meistens tut sie das und blüht schon bald wieder wie früher.

Also: Heller Standort, Drainage in den Topf, regelmäßig gießen und düngen, dann fühlt sich die Begonie wohl. Vielleicht setzt ja auch meine Mutter diese Tipps mal um…

Hoffnungsvolle Grüße von Eurer

Petra

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